Mitmischen ist ja garnicht so schwer
Wie schön, man kann doch noch was bewegen :)
http://www.bildblog.de/?p=1355
Womit ich sogar "Kurz korrigiert" zu einem Jubiläum verholfen habe.
Sachen, von denen Keiner weiß
Eintrag in das Spiegelforum zur Tschernobylkatastrophe: http://forum.spiegel.de/showthread.php?t=386&page=9&pp=10
"Klar, lieber Spiegel, Tschernobyl kennt jeder und da ist die Lesewarscheinlichkeit wahrscheinlich höher, als wenn man über andere brisante Themen schreibt, die aber NICHT so bekannt sind, z.B.
Die bisher GRÖSSTE nukleare Katastrophe:
http://de.wikipedia.org/wiki/Kyschtym
Über einen AKTUELLEN Skandal DIREKT VOR DER HAUSTÜR von 16 Leukämieerkrankungen in den Elbmarschen, über den das ZDF wenigstens eine Reportage (Und Keiner weiß warum) recherchierte:
http://de.wikipedia.org/wiki/Elbmarschen
Über ein Massenmord an einer ethnischen Gruppe mit geschätzten 200 Toten:
http://de.wikipedia.org/wiki/Massaker_von_Paris_1961
Also, liebe Redakteure, ich hoffe ich lese demnächst etwas über diese Sachen.
danke!"
Folterfleisch aus dem Irak - Ein Skandal?
Aber was steckt wirklich hinter diesem Skandal? Wer wusste bescheid? Bemüht sich Merkel nun um Aufklärung oder Schadensbegrenzung? Aber so richtig schlau wird man ja eh nicht, wenn man Fernsehen guckt. Da ist von „Folteroutsourcing“ die Rede. Das –schon etwas geschundene, da schon zu oft benutzt wordene- „Kollateralschäden“ hört man ebenfalls recht oft, obwohl die Rechtschreibprüfung meines WORDs dieses Wort nur mit rotem Unterstrich kommentiert und Google keinen Verbesserungsvorschlag bereithält, wenn man das erste „L“ weglässt.
Aber zurück zur Sache: Das Thema ist brisant. Wie sollen wir, die Deutschen, damit umgehen? Härtere Kontrollen sind versprochen worden, aber bekämpft man damit auch die Wurzel des Übels? Am Ende werden die Verbraucher es wohl wieder sein, die den Kürzeren ziehen. Das Fleisch wird teurer und irgendwann, wenn keiner mehr darüber berichtet und ein zweites mediales Aufwärmen des Folterfleisches ungenießbar wird, ist die Freude groß, über das saftig-rote Sonntagssteak für 1,99 €.
Doch die Speerspitze im Kampf gegen das Folterfleisch ist natürlich die „Political Correctness“, die sich mittlerweile ordentlich in die Diskussion „eingewurstet hat:
„Wir müssen der Sache auf den Grund gehen“
„Es besteht ein breites öffentliches Interesse, dieses Thema zu klären“
„Man muss sich über unsere Werte Gedanken machen“.
…Ach ja, unsere Werte; Manchmal ist einem Etwas eben nur 1,99 € wert.
Gibt es auch Räume, wo Unbefugte rein dürfen?
sorry
das alte blogproblem... Ich hab schon lange nix mehr geschrieben.
Aber immerhin gucken sich mittlerweile schon die großen Zeitungen was von hier ab:
Film: Nochnoy dozor - Wächter der Nacht
Vorweg:
- Man hat von ALLEN Special-Effect-Szenen einen Ausschnitt im Trailer gesehen
- Es gab eine ganze Menge Szenen und Handlungsstränge, die man weglassen hätte können
- Der Film bietet einen eigenartigen, nervigen Humor.
Den Film könnte man als Mischung von Blade, Matrix und Herr der Ringe sehen. Allerdings hat er mich am ehesten an Matrix 3 erinnert, und zwar von der Story her... Blade hat mir sowieso nicht so gefallen, und das er mit Herr der Ringe verglichen wird, liegt wohl nur daran, das 2x eine kleine Ritterschlacht vorkommt.
Also, ne. Sorry, aber der Film ist einfach nur Mist. Das er so gute Kritiken bekommen hat (jedenfalls die, die ich gefunden habe), liegt meiner Meinung nach nur daran, dass sich die hollywoodgelangweilten Rezensenten über ein bisschen indypendet-russland-Film freuen. Es ist zwar schön, mal einen Film aus einem filmtechnisch eher unbekannten Land zu sehen, mir kommt es aber so vor, als ob sämtliche russische Regiseure ihre hollywoodinspirierten Ideen der letzten 5 Jahre auf einmal in einen Film packen wollten; Und ich als gequälter Kinobesucher denk mir nur: Das mit dem Anspruch kann auch manchmal nach hinten losgehen.
Übrigens decken sich die Filmkritiken nicht unbedingt mir der IMDB-Wertung von nur 6,3.
Meine Wertung: 4,5 von 10
Titel: Nochnoy Dozor
Land: Russland 2004
Regie: Timur Bekmambetov
Buch: Timur Bekmambetov, Laeta Kalogridis
Laufzeit: 114 Minuten
IMDB: 6,3
Kritik von Filmspiegel.de
Wikipedia.org-Eintrag
Wer zur Zeit dran denkt
Dieses ganze Hin und Her geht ja sowieso immer auf die Nerven. Ganz einfach wird es jetzt mit:
Film: Woyzeck
In der Rolle des Woyzecks, dem unscheinbaren kleinen Stehauf-Soldaten, kommt Kinski voll zur Geltung. Er spielt einen Charakter, der von Verfolgungswahn und Eifersucht geplagt wird und sich, nach dem Mord an seiner Frau, nur noch in den Wahnsinn retten kann, um dann kurze Zeit später Selbstmord zu begehen.
In der
Szene, in der Woyzeck seine Frau mit unendlichen Messerstichen tötet,
fragt man sich, wem denn da nun der Wahnsinn im Auge steht: Woyzeck
oder Kinski.
Meiner Meinung liegt der Film dem Theater näher, als dem Kino, was vor
allen Dingen von den sehr langen Szenen ohne Schnitt kommt.
Grerade bei diesem Film hat mir die schauspielerische Leistung von
Kinski wirklich sehr gefallen, besonders am Anfang des Filmes.

Meine Wertung: 7,9 von 10
Titel: Woyzeck
Land: Deutschland 1979
Buch und Regie: Werner Herzog
Laufzeit: 74 Minuten
IMDB: 7,1
Wikipediaeintrag
Film: Aguirre, der Zorn Gottes
Don Lope de Aguirre (Klaus Kinski), ein spanischer Soldat und Abenteurer,
ist mit einer Expedition auf der Suche nach Eldorado.
Nachdem er zunächst die Macht über die Gruppe an sich reißt, verfällt er zunehmend dem Größenwahn.
Vorweg ist schonmal zu erwähnen, dass "Aguirre, der Zorn Gottes" auf
jeden Fall ein Augenschmaus ist. Mir ist völlig unklar, wie so manche
Szenen überhaupt gedreht wurden: Man sieht Flöße, die auf reißenden
Flüssen hinnabschießen oder riesige Menschenmengen , die sich durch
kleine Bergtrampelpfade schlängeln. Und man erkennt doch deutlich, dass
da kein doppelter Boden vorhanden ist.
Kinski könnte man vorwerfen, dass er durch seine Selbstdarstellung dem Film zuviel nimmt. Zum Teil muss ich das auch bestätigen, man kann fast sagen, Kinski schauspielert einfach zu realistisch. Er verkörpert eher ein Kinski in Ritterrüstung als einen Aguirre. Trotz all dem hat mir der Film, seine Machart und die Bilder sehr gefallen.
Meine Wertung: 8,1 von 10
Titel: Aguirre, der Zorn Gottes
Land: Deutschland/Peru/Mexico1972
Buch und Regie: Werner Herzog
Laufzeit: 100 Minuten
IMDB: 8,1
Wikipediaeintrag
Die Große "idiologyblog - Klaus Kinski - Serie"
Neben der Japanreise-Serie, die noch auf sich warten läßt (die
Rechte mit "Brigitte" und der "Neuen Revue" sind noch nicht ganz
geklärt), gibt es jetzt schon mal die große "idiologyblog - Klaus
Kinski - Serie".
Auf diesen Charakter bin ich erstmals bewusst gestoßen, als ich mir ein
Interview mit ihm angeschaut habe (findet man in Tauschbörsen zum
Download wenn man nach "verrückt kinski interview" sucht).
In
diesem Interview, indem Kinski erst ziemlich abgefahrenes Zeug erzählt,
dann völlig ausflippt und die Reporterin einfach stehen läßt und sie
als "Analphabetin" beschimpft, kann man eine von Kinskis kolerischen
Explosionen bewundern.
Nach diesem ersten Eindruck (okay, ich habe schonmal Nosferatu gesehen)
beschaffte ich mir zunächst einmal ein paar Infos aus dem Internet. Ich
organisierte mir die Filme:
Agirre, der Zorn Gottes
Woyzeck
Cobra Verde
Fitzgeraldo
Mein liebster Feind
Kinski Paganini
Bis auf Paganini, bei dem Kinski selbst Regie führt, sind das alles
Werner Herzog Filme. Herzog und Kinski führten eine Art "Hassliebe",
die Herzog im Film "Mein liebster Feind" dokumentierte.
Neben den Filmen habe ich die Autobiografie "Ich brauche Liebe" gelesen und mir Kinskis Rezitationen des Neuen Testaments "Jesus Christus - Erlöser" angehört habe.
Im Blog folgen jetzt nach und nach meine Kritiken zu den einzelnen Filmen und dem Buch, und abschließend vielleicht noch so etwas wie ein Fazit.
Links:
Wikipedia:
Klaus Kinski
Werner Herzog
Sonstige Seiten:
Offizielle Seite
Ausführliche Fanseite
Kinski bei IMDB
Buch: Faserland - von Christian Kracht
Faserland gehört zur sogenannten Pop-Literatur. Das
heißt, dass die Struktur des Romans zwar den Regeln des Buchschreibens
folgt, aber der Erzählstil an eine Unterhaltung an der Pommesbude
erinnert.
Gepriesen wurde das Buch vor allen Dingen, weil es "eine bis dahin
völlig unbekannte Bewegung" (gemeint ist sowas wie ein
Twen-Snopp-Mainstream) in der Gesellschaft beschreibt.
Die Handlung dreht sich um einen frustrierten End-zwanziger, der quer
durch Deutschland fliegt, porscht oder bahnt, und wo er auch ist, auf
eine skurile Welt von Identätsfindung trifft. Dabei versucht er
außerdem, seine eigene zu finden.
Das Buch war zwar interessant und einfach zu lesen, mir war der
vermittelte Eindruck allerdings viel zu subjektiv. Die identitätslosen
Charaktere und ihre große Suche nach einem Ziel empfand ich als vom
Thema her zu uninteressant. Es ging in meinen Augen um das große
Problem der Problemlosigkeit.
Also, leicht zu lesen war das Buch schon, der Erzählstil nervte mit
der Zeit allerdings und mit dem Thema konnte ich mich auch nicht ganz
anfreunden.
Meine Wertung: 5,5 von 10
Titel: Faserland
ISBN: 3423129824
Autor: Christian KrachtSeiten: 157
Ich bin wieder da
Huhu!
Eigentlich schon seit 10 Tagen zurück, wage ich mich nun ganz langsam wieder an meinen Blog.
Demnächst kommt ein schöner Bericht über Japan, Tag für Tag ein Tag. Die Serie erscheint unter anderem auch in der Zeitschrift "Brigitte" und "Neue Revue".
